Fasten-Menü II

(Stilleben von Wilfried Seeba)

Die evangelische Kirche empfiehlt in der Fastenzeit unter dem Motto “Zuversicht – Sieben Wochen ohne Pessimismus” das Positive und Hoffnungsvolle in den Blickwinkel der Aufmerksamkeit zu lenken. Keine leichte Aufgabe in einer immer komplexer werdenden Welt.

Wem die Latte dafür zu hoch hängt, kann es eine Nummer kleiner probieren:

Groll fasten

Groll ist, wenn ich einen verdorbenen Fischkopf in mich hineinstopfe und hoffe, dass dir die Gräten dabei im Halse stecken bleiben. Groll fasten bedeutet nicht, sich nie mehr zu ägern, Ungerechtigkeit hinzunehmen und oder gleichgültig zu werden. Groll fasten bedeutet zu experimentieren, wie es sich anfühlen könnte, uralten, alten und brandneuen Groll für ein paar Atemzüge nicht mehr mitzuschleppen. Falls Sie die Erfahrung machen sollten, dass Ihr Leben ohne Groll sinn- und nutzlos ist, können Sie ihn sich ja umgehend wieder zurückholen.

… zur Frage “Wie verderbe ich mir angenehme Gefühle”, S. 179 ff.

 

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